Marisken

Marisken sind gutartige, weiche Hautläppchen am äußeren Rand des Afters. Sie entstehen häufig nach einer abgeheilten Analvenenthrombose, durch vergrößerte Hämorrhoiden oder infolge von Entzündungen und bleiben als überschüssige Haut zurück.

Marisken verursachen meist keine Schmerzen, können jedoch die Analhygiene erschweren und zu Reizungen, Juckreiz oder einem Fremdkörpergefühl führen.

Eine Behandlung ist nur erforderlich, wenn Beschwerden bestehen. Dann können sie chirurgisch durch einem kleinen ambulanten operativen Eingriff in Abhängigkeit von der Ausprägung in Lokalanästhesie oder kurzer Narkose entfernt werden.

Mariskenexzision

Eine Mariskenentfernung ist ein kleiner proktologischer Eingriff, bei dem Marisken chirurgisch entfernt werden.
Meist erfolgt die Entfernung in örtlicher Betäubung. Das Gebiet um die Mariske wird mit einem Lokalanästhetikum betäubt. Bei ausgeprägten Befunden kann der Eingriff auch in Narkose erfolgen.
Die Mariske wird mit dem Skalpell, einer Schere oder einem elektrischen Instrument vorsichtig abgetragen. Dabei wird überschüssige Haut entfernt, möglichst so, dass die Wundränder sauber sind.
Kleine Blutungen werden direkt gestillt, zum Beispiel durch Druck, Verödung oder feine Nähte.
Die Wunde bleibt offen, damit sie von selbst verheilt. Anschließend wird ein kleiner Verband appliziert.